Anbau von Artemisia - wozu?

Was meinen Sie: Soll man Artemisia annua anbauen, um Artemisiatee als Fertigarzneimittel zu produzieren, oder um die Blätter als Rohstoff  an die Pharmaindustrie zu verkaufen?

Wir befürworten die erste Option, und nicht nur wir: 620 Artemisiapartner auf der ganzen Welt bauen nun “unsere” Pflanze an und der Grossteil von ihnen verwendet den Tee als Fertigarzneimittel. Dies ist sinnvoll, um die Bildung von Resistenzen zu vermeiden. Und es ist sinnvoll aus ökonomischen Gründen, wie die folgende Berechnung zeigt.

Bei aller Kritik von “Malaria-Experten”: Auch unsere 620 Partner sind “Malaria Experten”!

ARTEMISIATEE:
Ein Hektar mit 1 Pflanze A-3 pro Quadratmeter = 10.000 Pflanzen
Dieser Hektar erbringt laut Pedro Melillo 3 Tonnen getrocknete Artemisiablätter, also 3000.000 g : 10.000 Pflanzen = 300g pro Pflanze.
Als TEEKUR benötige ich 35 g, damit erbringt eine Pflanze
300g :35g = 8 Malariakuren! Bzw. Ein Hektar erbringt 3000.000 g: 35 g = 85.715 TEE-Kuren

ARTEMISININTABLETTEN
Ein Hektar erbringt 3 Tonnen getrocknete Blätter, mit einem Gehalt von etwa 1% Artemisinin, damit 3000 kg x 1% = 30 kg reines Artemisinin.
Zur Behandlung eines Malariapatienten wird 0,6 g Artesunate oder 2 g Artemisinin verwendet, nehmen wir einen Mittelwert von 1 g Artemisinin.
Damit ermöglicht ein Hektar: 30.000 g : 1 g = 30.000 TABLETTENKUR                                                 
Ein Landwirt steht vor der Möglichkeit, Artemisiateekuren selbst zu verkaufen oder Artemisiablätter an die Industrie zu verkaufen, um dann seine eigenen Malariaerkrankungen mit Artemisinintabletten zu behandeln. Eine Pflanze ergibt 300 g getrocknete Blätter, : 35 g pro Kur ergibt 8 Teekuren; beim Verkauf kann er damit 8 x 5 Euro = 40 Euro Gewinn erzielen (ein übliches Monatsgehalt!)
Entscheidet der Landwirt, die 300 g Blätter an die Industrie zu verkaufen, so erhält er dafür maximal 1 Euro pro Kilogramm, also 30 Cent pro Pflanze. Will er selbst seine eigene Malaria mit Tabletten kurieren, so muss er den Ertrag von (5 Euro: 30 cent =) 16 Pflanzen an die Industrie verkaufen!
 

Eine einfache wirtschaftliche Wahl!
Ein Projekt entscheidet sich, Artemisia annua grossflächig anzubauen. Es erhält auf einem Hektar 3 Tonnen getrocknete Artemisiablätter. Daraus stellt es her: 3.000.000 g : 35 g = 85.715 Teepäckchen gegen Malaria und verkauft diese zu 5 Euro pro Kur, Einnahmen damit 428.575,-- Euro
Oder das Projekt verkauft die getrockneten Artemisiablätter an die Industrie, Einnahmen wären dann nur 3.000 kg x 1 Euro/Kg = 3.000 Euro! Oder anders gesagt, pro Hektar macht das Projekt einen Verlust von 425.575,-- Euro!

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