Echos zu Artemisia und Anamed

2007

Nigeria:
Hannelore Klabes aus Kassel wird bald einen Einsatz in Nigeria tätigen! Sie schreibt von einem nigerianischen Pfarrer der in Deutschland arbeitet: (22.11.07): „Der Innocent  hatte  immer eine chronische Malaria hier in Kassel und musste dann immer ins Krankenhaus, bis eine Bekannte ihn auf meinen Tee aufmerksam gemacht hat. Seit über einem halben Jahr trinkt er täglich eine Tasse.  Ihm geht es gut und er hat, wie er sagt, auch nicht mehr die quälenden Bauchschmerzen  und er selber spricht immer von dem Wundertee. Nun verstehst du auch warum er den Tee unbedingt in seiner Heimat gepflanzt haben will.“

Tansania:
Philip Mateja schreibt: Vom 28. Mai bis 27. Juni 07 genoss ich meinen Besuch bei anamed in Deutschland., anlässlich des Kirchentages. Es gab viele Dinge zu lernen, wie zum Beispiel Pünktlichkeit, Verantwortung, Müllbeseitigung, schwer zu arbeiten…. Mich beeindruckten viele Dinge. Einige Beispiele: Im Zug: Ich sah viele Leute, die während ihrer Reise in Büchern lasen. Hier, in meinem Land, ist es nicht üblich, dass Leute auf der Reise lesen, man verbringt die meiste Zeit mit Diskutieren oder Betrachten der Landschaft…... Drei oder vier Eimer: Überall in Deutschland sah ich Eimer für die Müllbeseitigung. Das ist eine große Herausforderung, weil es hier in Tansania fast überall wie auf einer Müllhalde aussieht, siehe den Müll, sogar rund um die Städte. Es ist schrecklich. Für mich selbst war die Gelegenheit nach Europa zu kommen eine Studienreise und kein Besuch als Tourist in Europa.
In Köln auf dem Weg zum Kirchentag stand ein junger Mann am Strassenrand mit einem Schild „free hug“ (freie Umarmung). Er war bereit, jeden, der es wollte, zu umarmen. Es ist nicht üblich, jemanden zu umarmen, den man nicht kennt, sogar hier in Afrika, aber dieser Europäer hat wie Jesus gehandelt, der alle Leute willkommen heißt, die bereuen und das ewige Leben erhalten. Jesus liebt alle Menschen!! Es ist ein gutes Beispiel für Christen, zu lieben und alle zu empfangen, die an Malaria, HIV/Aids und anderen Krankheiten leiden. Ich nehme nun viele Dinge in Angriff. Ich versuche das Beste, aus dem zu machen, was ich in Europa lernte. Ich habe keine Zeit herumzusitzen und nichts zu tun, sondern überall, wo ich hingehe, muss ich etwas tun…... Die meisten Seminarteilnehmer in Tansania fragen jetzt, wo unsere Fachhochschule sei? Wir von anamed müssen vorwärts schauen, um eine Fachhochschule für “Natürliche Medizin” zu gründen. Ich weiß, dies alles zu bewerkstelligen, ist für anamed in Deutschland schwere Arbeit, aber anamed international kann andere Länder vielleicht in die Lage versetzen, so etwas zu tun, wenn immer möglich………..Email: anamedbndp(at)gmail.com

Ägypten:
Unser Mitarbeiter Klaus Strub ist für anamed 3 Monate nach Ägypten gereist, völlig ehrenamtlich. Als Motivation schreibt er uns: „Niemals in der Menschheitsgeschichte hat es Rentner mit so viel Geld, so viel Zeit, so viel Gesundheit (altersbereinigt) und so langem Leben gegeben! Von den heutigen Rentnern gibt es, meine ich, vier Sorten:

1. der Schrumpfrentner : Nach dem Ende seiner Berufstätigkeit, fängt er an zu schrumpfen – körperlich, geistig, seelisch und geistlich. Der Horizont wird immer enger und kleiner, bis er nur noch bis zur TV Fernbedienung reicht.

2. der Jeansrentner: Hey, cool, Opi hat ne Harley und macht seinen Motorradführerschein. Alle Bubenträume müssen nachgeholt werden, Lederstrumpf, Prinz Eisenherz und hipp-hopp-Tanzkurs.

3. der Wellnessrentner :Man gönnt sich ja sonst nichts. Zu Hause ist er nur auf Besuch und schickt die übrige Zeit Postkarten von Spitzbergen und Fidschi Inseln. Bei gelegentlichen Anwesenheiten in seiner Gemeinde, lächelt er Mallorca-gebräunt, milde der gestressten Mutter zu, die drei Kinder am Rockzipfel hat. Kreuzfahrten für diese Rentnersorte wuchern wie Brennnessel auf dem Komposthaufen.
Ich denke Christen sollten bei der vierten Sorte sein.

4. der Onesimos Rentner:Onesimos ist griechisch und heißt : „der Nützliche“ (siehe Brief des Paulus an Philemon).

Die oben erwähnten Vorteile sollten wir als Geschenke betrachten, die wir weitergeben dürfen. Die Fülle unserer Lebens- und Berufserfahrung, ist ein Schatz, den wir nicht vergraben dürfen. Ich denke gerade in Gemeinde und Mission hat unsere Generation ungeheuere Möglichkeiten ihre ganz persönlichen Gaben einzusetzen…… Lasst uns Onesimos-Rentner sein. Das richtige Wellnessprogramm gibt es sowieso erst im Himmel. Aber das Schöne am Rentnerdasein ist: „Ich muss nicht mehr – ich darf.“ Für mich heißt das in diesem Winter für 3 Monate nach Assuan/Ägypten als ein Onesimos. Vielleicht gibt es auch Raum für meine geliebten Heilpflanzen. Jedenfalls stehen die Türen weit offen.

Euer Klaus Strub, Nierstein                                       

Ein holländischer Wissenschaftler, Dirk Rezelmann
schreibt bzgl. der zögerlichen Haltung von Universitäten, zur Anwendung von Artemisia Tee Stellung zu beziehen: So unterstütze ich die Idee, dass Forschung in diesem Punkt betrieben werden muss. Ich befürworte nicht die Idee, dass öffentlich dafür geworben werden soll, den Tee zu verwenden, bevor die Forschungsergebnisse nicht allen bekannt sind. Jedoch gebe ich zu, dass wenn mein Sohn an Malaria sterben und ich eine Artemisiapflanze sehe würde, wäre ich der Erste, der sie benutzen würde, um meinen Sohn zu retten, wenn mir keine anderen Behandlungsformen zur Verfügung stünden.

Dirk Rezelmann, Email 27.8.07

Uganda:
Kim Bowerman <rotafric@btinternet.com> schreibt am 6 Aug 2007:
Ich dachte gerade, dich interessiert es vielleicht zu erfahren, dass wir unseren Landarbeitern und Büroangestellten in Kampala letztes Jahr einmal wöchentlich Artemisiatee zur Prophylaxe von unseren A-3 Pflanzen auf unserer Farm in Mukono, Distrikt in Uganda, gaben. Wir haben jetzt eine sehr geringe Zahl an Malariafällen. Wir erwägen, dies auf unsere Dorfbewohner auszudehnen, sobald wir unsere Klinik zur gesundheitlichen Erstversorgung Anfang 2008 eröffnet haben.  

Kinshasa, Congo:
Elfriede Schüle schreibt im November 2007 (Maledi aus Kinshasa hatte uns in Winnenden 2004 besucht): Liebe Freunde, Verwandte und Bekannte, es war ein trauriger Empfang, als ich nach dem Urlaub wieder in Kinshasa ankam. Hermeline, die Frau unseres Anamed-Kollegen Maledi war unerwartet verstorben. Sie war hochschwanger, es kam zu Schwangerschaftskomplikationen und eine Notsektion (Kaiserschnitt) war notwendig. Das Baby starb nach einem Tag und Hermeline lag noch 4 Tage im Koma. Durch die tragischen, schrecklichen und unglaublichen Umstände vor und vor allem nach ihrem Tod stehen wir alle noch unter Schock und sind wie gelähmt.

Für mich persönlich bedeutet Hermelines Tod ein großer Verlust. War ich doch gerade mit dieser Familie oft privat zusammen, ging mit ihnen in den Gottesdienst, sie erleichterten mir durch ihre Gastfreundschaft das Einleben hier in Kinshasa und Hermeline war eine ausgezeichnete Köchin, die mich gerne bekochte und in die kongolesische Küche einführte.

Und dann ist da noch Ebola im Kasai und ich bete, dass es endlich nicht mehr zu neuen Fällen kommt und der Virus sich nicht bis nach Lukombo und Tshikapa ausbreitet.

Wie schon so oft ist mir wieder mal bewusst geworden, dass die Lebenserwartung in der D.R. Congo gerade einmal 48 Jahre beträgt und dass dies nicht übertrieben, sondern eine traurige Realität darstellt.

Im Juli lief unser Ernährungsprogramm mit "Moringa" offiziell an. Die erste Bilanz nach 3 Monaten ist einfach super. Die Kinder haben ihr Gewicht erreicht, sind in absolut guter körperlicher Verfassung und die Mütter positiv gegenüber diesem Programm und dem Moringa Anbau eingestellt. Sie haben entweder bereits einen Baum bei sich selber gepflanzt oder beziehen das Pulver weiterhin von den Gesundheitszentren, um es in ihr Nahrungsregime aufzunehmen.

Doch ein weiterer erfreulicher Punkt ist die große Nachfrage unserer Anamed Seminare.

Im August machten wir für die Bevölkerung nahe unseres Heilpflanzengartens eine Einführung in die natürliche Medizin. Das Interesse war sehr groß und nun kam die Bitte um ein weiterführendes Seminar, das demnächst stattfinden soll. Schön zu sehen, dass das bereits Gelernte in die Praxis umgesetzt wurde. Die während dem Seminar gepflanzten Moringabäume wachsen und gedeihen und sind der ganze Stolz der Dorfbevölkerung.

Doch nicht nur das, immer wieder berichten ehemalige Teilnehmer, wie sie bei Krankheiten das Gehörte erfolgreich anwandten und wünschen sich weitere Seminare.

Was mich aber besonders freut ist, dass in den nächsten Monaten in mehreren Provinzen im Landesinneren anamed-Seminare angesagt sind. Mein Traum, die Pygmäen zu besuchen, wird nun hoffentlich bald wahr und wenn es mit einem (dieser gefährlich alten Flugzeuge) Antonow sein wird.

Papua Neuguinea:
Sue Rupp, Missionsskrankenschwester, hat in Korntal 2007 das Praxisseminar mitgemacht….und schreibt:
Gut gibt es anamed, gut gibt es die Natur, gut gab uns Gott einen Menschenverstand, gut wacht er selber über seine Geschöpfe!
Im August war es endlich so weit, dass ich aus vorbereiteten Kuhröhrenknochen über 100 Stücke bereit hatte fürs heiße Feuer. An einem schönen Septemberabend habe ich diese alle verkohlt. Einige sind noch nicht ganz verkohlt und brauchen nochmals etwas Hitze. Diese Knochenstücke lagen schön brav bereit, zum Versand an unsere Healthcenters oder Day Clinics im ganzen Land verstreut. Letzten Freitag kam dann der stressige Moment, an meinem Wohnort, wo eine Schlange am hellen Tag zugebissen hat. Das ganze Land hat kein Schlangenserum an Lager! Der junge Mann war alleine im Garten und bis ein Angehöriger ihm dann den Arm abbinden konnte und sich die zwei zu Fuß auf den Weg machten zum Krankenposten, war bereits viel kostbare Zeit verstrichen. Ein angehaltenes Auto hat sie das letzte Stück zum Krankenposten gefahren. Nach einer guten Stunde hatte der Mann große Schmerzen im Arm, die Bissstelle war sehr stark angeschwollen und langsam stellten sich Kopfschmerzen ein. Der Kreislauf war noch stabil, der Mann ansprechbar. Der Arm wurde sofort satt eingebunden, die Bissstelle desinfiziert und ein Stück Kuh-Knochen-Kohle darauf platziert. Eine Stunde später konnte der junge Mann deutlich fühlen, wie die Schmerzen sich nicht weiter herzwärts ausbreiteten, sondern zurück zur Bissstelle wanderten. Nach vier Stunden ist der Knochen von selber von der Wunde gefallen. Der Mann war nicht ins Koma gefallen, wurde langsam ausgebunden, gut beobachtet und dann vorsichtig mobilisiert. Über Nacht blieb er zur Überwachung im Krankenposten, es haben sich keine weiteren Giftzeichen eingestellt. Er bekam wahrscheinlich auch keine volle Dosis Gift. Praise the Lord for that! Ich bin unheimlich dankbar für das einfache Rezept des Kuhknochens. In dieser ereignisorientierten Welt ist dieser Schlangenbiss das Gespräch Nr.1 auf dem lokalen Markt.

Viele Menschen kommen nun zum Krankenposten und wollen mal diesen Knochen sehen und fragen ob die Geschichte wahr sei. Es gibt auch schon dazugebraute Märchen....

Es ist mein Plan, dass jedes der Health Centers und Day Clinics nun einen Knochen hat. Noch vor den Geburten will ich wunderschönes A3 Kraut in vollem Saft ernten, damit es ja nicht zu blühen beginnt während meiner Abwesenheit. Die girls sind nicht immer verlässlich mit Giessen. (und dann ist es geschehen!)

Adi/D.R.Congo:
Unser Mitarbeiter Akuma berichtet:
A
named Adi wird nicht untergehen. So lautet unsere Devise, denn wir haben von anamed gehört, eine Schulung in „Natürlicher Medizin“ erhalten und sind immer bereit, andere auszubilden und besitzen vor allem das Privileg, sie in unserem Hospital zu integrieren. Wir haben die „Natürliche Medizin“ zu einer der Dienstleistungen unseres Hospitals wie die Kinderheilkunde, die innere Medizin und die Chirurgie gemacht. 

Neben dem Hospital zeigt uns die immer noch steigende Nachfrage von Schulen, Kirchen und Heilern sowie aus anderen Bereichen, dass jeder persönlich daran interessiert ist, Anamed für sich, seine Familie und seine Umgebung kennen zu lernen. Auf Grund dringender Nachfrage aus der Bevölkerung, haben wir uns entschlossen, ein kleines Buch ins Lingala zu übersetzen, die in der Umgebung am meisten gesprochene Sprache, damit jeder seinen Platz darin findet.

Zusätzlich zu den 6 bei ihrer Organisation unterstützten Seminaren, haben wir einige Vorträge und Referate gehalten und auf Anfrage des medizinischen Inspektors des Distrikts haben wir uns bereit erklärt, in den fachmedizinischen Instituten Unterricht in Anamed zu geben. Wir haben Gärtner, die von Anamed International unterstützt werden, und stellen regelmäßig bei Bedarf Tagelöhner ein. Wir haben unseren Garten, der sich am Eingang des Hospitals befindet und oft die Aufmerksamkeit unserer Kranken und ihrer Pfleger auf sich lenkt. Deshalb werden wir oft gebeten, den Leuten regelmäßig die Besichtigung des Gartens zu ermöglichen und ihnen immer Erklärungen zu geben.

Das Hospital, das als Erstes von dem Unterricht profitiert, den es durch Anamed International erhält, produziert und verbraucht regelmäßig die wichtigsten Medikamente. Von Januar 07 bis heute waren es:-Rheumasalbe : 1400 Dosen, Hustensaft : 2015 Flaschen, Salben gegen Pilze : 1511 Dosen, Hämorrhoidensalbe : 1551 Dosen. Wir haben mehr als 700 Personen mit A3, mehr als 200 Fälle von Durchfall, 52 Kinder mit Unterernährung behandelt, und haben mehr als 150 Personen geraten, die mit dem HIV-Virus/Aids leben, Moringa in Kombination mit Artemisia, Aloe zu verwenden. Für Kranke die Hautprobleme hatten, sprach Avocado bei lokaler Anwendung scheinbar gut an.

Wir danken Anamed International ganz herzlich für seine bemerkenswerte Unterstützung, die unsere Arbeit möglich macht. Anamed hat uns den Anschluss ans Internet finanziert, das hat uns ermöglicht, aus unserer Isolierung zu treten. Wir danken sehr für dieses Zeichen der Verbundenheit und Gott segne die Herkunftsquelle. Wir hoffen in dem gleichen Geist der Zusammenarbeit fortzufahren. Das Hospital hat schon ein komfortables Gästehaus für diejenigen, die eines Tages beabsichtigen, Adi zu besuchen, und wir halten auch die Umgebung für sicher. Wenn Leute hierher kommen möchten, heißen wir sie im Voraus willkommen. 

Uganda:
Schön, in Uganda wächst Artemisia auf 10.000 Hektaren! Weniger schön, dass die gesamte Ernte nach Indien gebracht wird…….Die Zeitung „New Vision“ schreibt am 5.10.07:

Die neue Fabrik wird die Artemisiapflanze den Farmern in Kampala abkaufen, um das Antimalariamittel herzustellen. „Man stellte fest, dass Uganda, insbesondere Kampala, einen der besten Böden hat, um Artemisia zu pflanzen. Jetzt gibt es hier ein Unternehmen, das begann, Artemisia in großem Umfang anzubauen. Es gibt über 10.000 Hektar Artemisia,“ sagte Emmanuel Katongole, Geschäftsführer von Quality Chemical Industries. Er fügte hinzu: "Wir werden ihnen Artemisia abkaufen und zur Gewinnung des Inhaltsstoffs Artemisinin nach Indien bringen. Auf lange Sicht werden wir mit der Regierung verhandeln, um uns zu unterstützen, so dass wir langfristig die Gewinnung von Artemisinin hier in Uganda durchführen können, anstatt diese nach Indien zu verlagern.

 

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