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anamed international e.V.
BITTE DRUCKEN; KOPIEREN UND WEITERGEBEN, DANKE
Rundbrief von Hans-Martin Hirt, Schafweide 77, 71364 Winnenden, T: 07195-910225 Email: anamedhmh(at)yahoo.de Vorstand: Helmut Klein, Ilse Bullinger, Gerd Winkler
SPENDENKONTO: anamed international Konto 7219069 bei der Kreissparkasse Waiblingen, BLZ 60250010
Winnenden, Advent 2008
Dass Du mich einstimmen lässt in Deinen Jubel, o Herr, deiner Engel und himmlischen Heere, das erhebt meine Seele zu Dir, o mein Gott: grosser König, Lob sei Dir und Ehre" (aus Losungen zum 25.12.08)
Liebe Freunde, liebe Mitarbeiter von anamed - nah und fern!
Es gibt einen Ort auf dieser Erde, der ist eigentlich himmlisch: Freundliche bescheidene Menschen leben an einem glasklaren See, umgeben von Bergen und üppiger tropischer Vegetation; direkt vom Ort aus kann man sich auf Bergtour hoch zum immer wieder aktiven Vulkan begeben. Der Ort heisst Goma im kongolesischen Grenzgebiet zu Ruanda. 1988 besuchte ich Missionen in der Umgebung; 1994 führte ich ein anamed Seminar dort durch,1995 und 1996 besuchte ich Flüchtlingslager: Jeweils 100.000 Menschen pro Lager in mehreren Zeltlagern. Kinder mit von Minen zerrissenen Füssen konnte ich besuchen. Eine blinde Frau sass mit ihrem Säugling in einem schimmligen Zelt auf dem Lavaboden und sagte mir: Niemals will ich hier wieder weg! Und jetzt tobt in diesem, "unserem" Nordkivu ein neuer Kampf: Sollen die Gold- und Koltanschätze des Nordkivus von Chinesen ausgebeutet werden, wie es die Zentralregierung in Kinshasa will, oder lieber von Ruanda, wie es die Rebellen wollen? Raubsöldner aus Angola und Simbabwe beteiligen sich am Krieg! Zigtausende auf der Flucht, darunter auch unsere anamed-Seminarteilnehmer! Unser anamed Mitarbeiter Innocent schreibt aus dem nahegelegenen Bukavu: "Wir leben gerade, ja, aber keiner weiss was die nächsten Minuten passiert. Was nützt es noch, im gemeinschaftsbezogenen Gesundheitsdienst zu arbeiten wenn diese Gemeinschaft ermordet wird. Unsere Zukunft wird geopfert".
Unsere weltweite Wirtschaft ist grausam. Immer findet kongolesisches Coltan seinen Weg zu skrupellosen Handy Herstellern auch und gerade in Deutschland....ohne dass das Geld nach Kongo fliesst. Unsere weltweite Politik ist grausam: Die Grenzen von Kongo sind 1885 in der Berliner Konferenz von Bismarck gezogen worden: Das Innere Afrikas, ein weisses Loch in der Kolonialkarte, wurde einfach "Kongo" genannt und damit entstand ein unregierbarer Koloss, 8 mal so gross wie Deutschland. Nun wäre es eine Aufgabe Deutschlands, in Kinshasa darauf zu drängen, dass daraus zum Beispiel 8 oder 10 neue, regierbare Länder entstehen! Auch die Weihnachtsgeschichte ist voller Grausamkeit: König Herodes richtet ein Massaker an, an allen unter zweijährigen Jungen, um das Jesuskind sicher zu treffen (Matthäus Kap.2, Vers 16).......Grausamkeiten so ganz im Gegensatz zu "Süsser die Glöcklein nie klingen". So wird Jesus geboren in einem schlimmen Umfeld! Nicht nur im Nordostkongo regiert die Gewalt; in Myanmar wo ich vor 4 Jahren war, in Jos/Nigeria wo ich vor 6 Wochen war; in Indien das ich in 4 Monaten besuchen werde.....Dieser unbeschreiblichen Gewalt müssen wir mit unbeschreiblichen Visionen begegnen! Mein Weihnachtswunsch ist Frieden auf Erden, und das bedeutet auch dass es endlich FAIR produzierte Handys zu kaufen gibt, dass man umweltfreundlich produziertes Benzin im Weltladen tanken kann, dass unsere Wirtschaft so nachhaltig wird, dass man Computer auch noch nach 100 Jahren vererben kann! Es ist mein Wunsch, dass der Bauplan "Stuttgart 21" endlich scheitert, denn für Terroristen wäre der tiefgelegte Hauptbahnhof ideal, mit wenig Sprengstoff maximal viele Menschen umzubringen! Mein Wunsch ist es dass der Gentechnik in der Landwirtschaft endlich weltweit das Handwerk gelegt wird! Und es ist mein spezieller Wunsch, dass ab sofort alle Völker das Recht bekommen, notwendige Medikamente selbst zu produzieren oder billig zu erstehen! Wie sagte es 2008 der Schweizer Südkorea-Direktor der Pharmafirma Roche: "Wir machen unsere Geschäfte nicht, um Leben zu retten, sondern um Geld zu verdienen. Leben zu retten geht uns nichts an".
DANK AN EUCH! LEBEN RETTEN GING EUCH ETWAS AN! Ich war dieses Jahr im grössten Slum Kenias, in Nairobi-Kibera, eingeladen. Ich glaube dies ist der ideale Ort, um Weihnachten zu erleben – wo Babys wirklich im Karton gewickelt werden! Ihr ward ein Stern für uns in dieser Dunkelheit, ich kann es nicht anders sagen. anamed international konnte dank Eurer Hilfe grosse Aufgaben erledigen: Seminare weltweit! Mehrere von Euch haben Wochen oder Monate in anamed Projekten in Afrika mitgearbeitet! Viele von Euch haben wochenlang „bis zum Umfallen“ Artemisia geerntet! Unsere anamed Literatur wird jetzt dank Eurer Hilfe nachgedruckt in 10 Ländern: Thailand, Nigeria, Congo, Uganda, Malawi, Angola, Kamerun, Kenia, Tansania, Äthiopien zugunsten der lokalen Arbeit! Viele von Euch haben auf eigene Faust anamed Rezepte ausprobiert und uns ihre Ergebnisse mitgeteilt, was wiederum zu Echos aus aller Welt führte! Viele von Euch haben sich im Gebet engagiert, viele von Euch haben ihr Geld in afrikanische Menschen investiert statt in unsichere Banken! Die hohe Rendite-ein Lächeln gesundeter Menschen...das gebe ich Euch weiter aus aller Welt, das lege ich Euch im Auftrag aller Mitarbeiter weltweit unter den Weihnachtsbaum!
Seid herzlich gegrüsst, Euer Hans-Martin Hirt
Herzliche Einladung: Veranstaltungen in Deutschland
Unser Wunschzettel für 2009
Begrüssungsrede zum Jahresfest 20.9.08 - ein Auszug
Woran erkennt man, ob ein Schaf aus Deutschland kommt oder aus der Schweiz? Das Schaf in Deutschland ruft "Mäh mäh", das Schaf aus der Schweiz ruft "mäh mäh oder?" Das hat mich seit meinem ersten Besuch in der Schweiz immer sehr beeindruckt, dass Schweizer hinter jedem Satz "oder" sagen. So frage ich Euch: "Schönes Wetter heute, oder?" Ich bin vornehm angezogen, oder? Ich bin doch junggeblieben oder?....
Wir brauchen ein festes Fundament und das ist der Christliche Glaube, und das haben wir in "Vision und Mission" festgezurrt. Aber was da dann drauf gebaut wird auf dieses Fundament, muss ständig neu hinterfragt werden. Als ich am Deutschen Krebsforschungszentrum mit der Doktorarbeit begann sagte der Doktorvater zu mir: Wir müssen ganz von vorne anfangen. Wir glauben an gar nichts was da irgendwelche Professoren veröffentlicht haben: Da kommt dieses schweizerische ODER? Und dann wurde ich unterrichtet, wie man einen guten wissenschaftlichen Vortrag hält: Man zeigt das Problem auf, dann kommt die Methodik, dann wirft man seine Ergebnisse so logisch an die Wand bis alle total happy und überzeugt sind....und dann, am Schluss, schockiert man die "Wissenschaftsgläubigen" und sagt: Aber vielleicht ist das alles ja auch nur ein Artefakt, nur Zufall, vielleicht in der Wirklichkeit ganz anders, aber auf jeden Fall: Viel viel komplizierter als wie ich es dargestellt habe! Da ist wieder das "Mäh mäh oder"! Unsere Arbeit wird weltweit beobachtet und ausgewertet, manchmal beglückwünscht, manchmal verboten! Wir sind ständig am Lernen! Deswegen ganz herzlichen Dank an Herrn Prof Efferth aus Heidelberg der heute zu uns sprechen wird! Der ganz andere Erfahrungen hat als wir anamed Mitarbeiter und vielleicht auch zu ganz anderen Empfehlungen kommt - und gerade deswegen ist sein Besuch bei uns so wertvoll...ganz herzlichen Dank für Ihr Kommen!
Das Jahrestreffen war mal wieder ein Rekord: 110 Gäste kamen! Mitarbeiter Eilert Pfleiderer hatte morgens mit seinem 5-Tonnen LKW einen tropischen Heilpflanzengarten vor der Kirche abgeladen! Ein köstliches Essen hatte Klotilde aus Kamerun zubereitet!
Neues zu Artemisia und Malaria
Wer Fragen dazu hat, bitte nicht anrufen, sondern erst unsere Standardantwort lesen: Siehe Dokumente. Oder ich sende Ihnen diese Standardantwort zu, wenn Sie mir ein LEERES email senden an an "anamedhmh@yahoo.de" (in Betreff: "Malaria" schreiben). Oder per Post: senden Sie einen frankierten Rückumschlag an uns.
In der Zeitschrift TROPICAL DOCTOR, April 2008, S.113, wird über eine klinische Studie in Tansania berichtet: Ein Vergleich der Malariawirksamkeit von drei Arzneimitteln: Artemisia annua anamed Tee 5g/Tag, 9g/Tag und Fansidar. Für solche Studien sind wir SEHR dankbar. Allerdings: Die Autoren der Studie kommen zum Fazit: "Wir fassen zusammen dass eine Monotherapie mit Artemisia annua Tee zur Behandlung einer unkomplizerten Malaria Tropica bei Erwachsenen nicht zu empfehlen ist". Was soll man darauf sagen?
- Artemisia Tee ist keine Monotherapie, sondern eine KOMBINATIONSTHERAPIE von 10 antimalaria-wirksamen Produkten im Tee (laut Prof. Duke, Agricultural Research Service, USA)
- Artemisia Tee ist in vielen Gebieten das EINZIGE Malariamittel das sich die Bevölkerung leisten kann. Wenn man also sagt, Artemisiatee sei nicht empfehlenswert, dann bitte immer zufügen:
- "solange der Patient genügend Geld hat, Tabletten in der Apotheke zu kaufen - "solange Bill Gates weiterhin die Pharmaproduktion subventioniert" - "solange der Patient sicher ist, dass diese Tabletten nicht gefälscht sind" (50% in Afrika, 70% in Asien!)
- Resistenzen gegen das industrielle, isolierte Artesunate und gegen die Zweierkombination Artesunate + Lumefantrin sind aufgetreten, NICHT ABER gegen die "10er" Kombination Artemisia Tee: Warum also vom Tee abraten?
- Nach den Berichten, die wir bekommen, wirkt Artemisia annua Tee gegen Malaria, je nach Bericht, zu 80-100%. Da Artemisinin nur wenige Stunden im Blut nachweisbar ist, Fansidar aber viele Wochen, ist es verständlich, dass es nach der Artemisiakur oftmals wieder zu Neuinfektionen kommen kann; dies sind eben keine "Therapieversager!" Aber nochmals: Bitte macht klinische Studien, z.B. Vergleich der Wirksamkeit Artesunate plus Amodiaquin im Vergleich zu Artemisia Tee plus Amodiaquin: Das erste ist teuer, das zweite fast kostenlos!
DIE WHO-MALARIA POLITIK IST GESCHEITERT; der Beweis wird im British Medical Journal jetzt geschildert (BMJ 2008;337:a2495): Die von der WHO geforderte und von Bill Gates massiv geförderte Verteilung von ACT (Artemisinin-based Combination Therapy) in z.B. Uganda verschlingt trotzdem noch immer 91 Tageseinkommen einer durchschnittlichen Famile pro Jahr, weswegen nur die Hälfte der Haushalte eine volle Malariakur durchführt, was wiederum zu Resistenzen führt. Die Studie kommt zum Schluss, dass die billigen Sulphadoxin-Pyrimethamin oder Chloroquin Präparate oft nicht mehr wirken, aber: "ACTs sind sehr viel teurer und bleiben daher ausser Reichweite für eine grosse Mehrzahl ugandischer Bürger". Der Autor, statt nun Artemisia Tee zu empfehlen, empfiehlt natürlich eine stärkere Spendenbereitschaft der Industrieländer, was angesichts der weltweiten Finanzkrise lachhaft, pardon, zum Weinen ist!
Neues zu anamed edition: Wir haben einen neuen Bestellzettel entworfen. Neu im Programm: Bestellnummer 435 Hygrometer, von uns "geeicht", genauer an einer Uni richtig eingestellt, zur Bestimmung der Haltbarkeitsdauer von Samen/ Tees/ Nahrungsmitteln, Einführungspreis 7 Euro. Käufliche Hygrometer zeigen nämlich völlig falsche und verschiedene Werte an! Neu: Ab 1.Januar kosten 50 g getrocknete A-3 Blätter 12 Euro; wir haben den Preis (11 Euro) zehn Jahre lang nicht verändert und müssen jetzt zusätzlich 1000 E pro Jahr für Versicherung und Laborergebnisse bezahlen....
Neues zu Artemisia und Krebs
Meine Bitte an alle Rundbriefempfänger: Sagen Sie nicht zu Ihren Bekannten, "Ach Du hast Krebs? Ruf doch mal bei Hans-Martin Hirt an"...weil mich das ganz einfach überfordert. Bitte kopieren Sie in solch einem Fall unsere "Standardantwort" (Siehe Dokumente), raten Sie Ihrem Bekannten bei uns die Broschüre Nr. 202 zu bestellen; und nur wenn NACH dem Lesen unserer Literatur noch Fragen sind, bitte anrufen.
Wer sich allgemein über Alternative Therapien bei Krebs erkundigen will, rufe bitte an in Heidelberg: Tel. 06221-560 und verlange das "Nationale Zentrum für Tumorerkrankungen".
Es gibt immer mehr Ärzte und Heilpraktiker, die mit der Anwendung von A-3 Tee bei Patienten Erfahrungen sammeln. Wenn Sie wollen, dass wir Ihre Adresse weitergeben, bitte Email an mich.
Alle die bisher bei irgendeiner Krankheit Artemisia Tee eingesetzt haben, bitte geben Sie uns doch brieflich Bescheid, (Anamed Statistik, Schafweide 77, 71364 Winnenden) auch gerne anonym, was unser A-3 Tee bei welcher Krankheit bewirkt hat: Nichts/ Positiv /Negativ???
Am Jahrestag hat unser Mitarbeiter Pfr Markus Andres berichtet, wie er nach der Diagnose eines sehr aggressiven Blasentumors (Stufe G-3) diesen operieren liess, anschliessend 4 Wochen Artemisiatee zu sich nahm (5g/Tag) und dann geheilt war bis zum heutigen Tag. Aber wie gesagt das muss nicht immer so sein!
Neues zum Artemisia Anbau
In Singida/Zentraltansania ist ein weisser Käfer aufgetaucht, etwa in der Grösse des mittleren Drittels eines Fingernagels, der munter Artemisiapflanzen frisst. Wer hat ebenfalls darunter zu leiden, wer kennt biologische Schutzmassnahmen? Tip: Monokulturen vermeiden.
Neues zu anamed
Nach vielen Anregungen haben wir die HOMEPAGE völlig neu gestaltet, und zwar nach Sprachen sortiert. Vielen Dank an Keith der diese Homepage ständig aktualisiert. Bitte immer nach www.anamed.net suchen; unter www.anamed.org sind noch viele alte Infos im Netz, die wir nicht löschen können, sorry!
Echos zu anamed und Artemisia 2008
Bildnachweis: Danke an unseren anamed Mitarbeiter Bindanda Tsobi aus Kinshasa.
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